Wir unterstützen Ndanda in Tansania

 (aktuelle Zeitungsberichte: "Es klingelt die Kasse für Ndanda" und "Ein Dach über dem Kopf in Afrika mit Friedberger Hilfe")

Pausenverkauf zugunsten von Ndanda

In den Wochen vor Weihnachten übernimmt jeden Tag eine andere Klasse den Pausenverkauf für unsere Schule. Bereits Tage vorherwerden in den Klassen die Vorbereitungen hierfür getroffen: Einkaufslisten werden geschrieben, Besorgungen getätigt, Küchengeräte wie Sandwichtoaster oder Waffeleisen mitgebracht und Werbeplakate entworfen. Viele Eltern unterstützen unsere Schüler hierbei, indem sie Speisen und Zutaten spenden. Am Verkaufstag wird dann eifrig gebrutzelt, gebacken und verkauft. Die Lehrkräfte binden das Projekt in den Unterricht im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) ein,  dadurch lernen die Schüler auch Grundkenntnisse im Einkaufen, Organisieren, Werben und Bilanzieren. Der Erlös kommt der Mission der Benediktinerinnen in Ndanda zugute. An einem Schultag können da durchaus schon mal über 200 Euro zusammenkommen.

 




 
Zur Geschichte der Ndanda-Hilfsaktion

1956 rief der damalige Schulleiter Georg Henle eine Hilfsaktion für die Missionsstation „Ndanda“ in Tansania ins Leben. Jahr für Jahr wird seither in der Vorweihnachtszeit fleißig gesammelt, um den Menschen in Afrika zu helfen. Jeder Cent der Spendengelder geht direkt an die Missionsstation der Benediktinerinnen bei Ndanda in Tansania. Bis 2007 leitete die Klosterschwester Lia Schwarzmüller die Station. Ihre Arbeit wurde nahtlos von Schwester Raphaela Händler übernommen.

Fast ein halbes Jahrhundert lang betreute Rektor Georg Henle die Afrika-Hilfe auf schulischer Seite. Seit 2002 kümmert sich Frau Martha Reißner, ehemalige Lehrerin der Mittelschule und Dritte Bürgermeisterin der Stadt Friedberg, um das Projekt.

Jährlich werden allein durch den Pausenverkauf zwischen 3.500 Euro und 4.000 Euro eingenommen. Mit privaten Spenden, Beiträgen aus dem karitativen Christkindlmarkt sowie einer Aktion der KJG wurden bis 2013 bereits über 600.000 Euro weitergeleitet.

   

 Hilfe

Lange Zeit wurde in der Missionsstadion Aussätzigen, d.h. Leprakranken, geholfen. Aufgrund der medizinischen Fortschritte ist diese Krankheit mittlerweile heilbar. Heute ist AIDS ein großes Problem in Afrika:

Aufgrund der mangelnden Aufklärung sind viele Erwachsene mit dem AIDS-Virus infiziert. Die Kinder werden deshalb häufig bereits bei ihrer Geburt von ihrer Mutter angesteckt. Die Eltern sterben früh an der Krankheit und die verwaisten Kinder bleiben alleine zurück oder werden von den Großeltern aufgezogen.

 

Unsere Spendengelder helfen

  •  bei der Besorgung von Medikamenten
  •  beim Bau von Kindergärten, Schulen und einer Näherei
  •  beim Bau von Lehmhütten
  •   zur Unterstützung von alten Menschen
  •   bei der Besorgung von Lebensmitteln, v.a. Maismehl u.v.m.

 

 

Ein Auszug aus einer Email von Schwester Raphaela vom November 2014:

"Ich bat für dieses Jahr armen Alten zu helfen, damit sie eine menschenwürdige Wohnung bekommen. Manche leben in Hütten, die die nächste Regenzeit wohl nicht überleben werden. Durch das grasgedeckte Dach (die zwei Räume haben keine eingezogenen Decken) kann man die Sterne nachts sehen. Eine Toilette gibt es nicht, auch meistens kein Fenster. Über die Pfarrei Ndanda können wir einigen Alten, wie dem Raphael, dem alten Fintan oder der Mama Halima eine Hütte bauen aus gebrannten Lehmziegeln mit Fenstern (Moskitodraht, Stangen, kein Glas), einem Zementboden und einem Dach aus Wellblech. Daneben wird dann eine bleibende Toilette gebaut, natürlich ohne Wasser, wie wir früher Plumpsklos hatten. Kostenpreis dafür ist etwa 1.500 Euro. Wir möchten wenigstens fünf Häuser bauen."

  


 

Persönlicher Bezug nach Ndanda ist das Besondere

(Zeitungsbericht zum Besuch von Schwester Raphaela)

Wie schon Schwester Lia pflegt auch Schwester Raphaela einen sehr guten persönlichen Kontakt mit unserer Schule. Regelmäßig schreibt sie uns Emails und sendet uns Fotos vom Leben in Ndanda (siehe oben).

Und wenn Schwester Raphaela in Deutschland ist, kommt sie uns auch persönlich besuchen, zuletzt im vergangenen September. In beeindruckender Art und Weise erzählte sie den Kindern und Jugendlichen von ihren Leben in Ndanda, der Not dort und wie die Spenden der Schule hilfreich eingesetzt werden.

Durch diesen persönlichen Kontakt rückt für uns Ndanda ein Stück näher. Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte werden zusätzlich motiviert und alle stehen hinter der Ndanda-Hilfsaktion.

 

 

„Ndanda-Kino“

Viele Klassen besuchten gerade in der Adventszeit gerne  eines der umliegenden Kinos. An der Mittelschule Friedberg wird deshalb seit einigen Jahren für alle Klassen die Mensa zum Kinosaal. Sie organisiert für die 5./6., 7./8. sowie 9./10. Klassen altersgemäße „Spielfilme mit Niveau“. Jeder Schüler zahlt einen Euro Eintritt, der wiederum für Ndanda gespendet wird.

 

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Konzeption und technische Realisierung: intwerb.de